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Kompletter Aufbau eines Marktplatzes für lokale Dienstleistungen: Inserate, Umkreissuche, Chat, abgesicherte Zahlung und beidseitige Bewertungen – als Webplattform und als App für iOS und Android.
Case Study
Somebuddy startet als neuer Marktplatz für Nachbarschaftshilfe: Privatpersonen stellen Aufgaben ein, andere Privatpersonen erledigen sie gegen Bezahlung. Genau daraus entsteht das schwierigste Problem – zwei Fremde müssen sich einig werden, ohne sich zu kennen. Es gab kein Produkt, auf dem sich aufbauen ließ: kein Konto, keine Inserate, keine Suche, keine Zahlungsabwicklung, kein Chat. Und es reichte nicht, das alles im Browser zu bauen, denn ein Auftrag wird unterwegs angenommen, nicht am Schreibtisch.
Wir haben den kompletten Marktplatz entwickelt – von der ersten Registrierung bis zur Auszahlung. Inserate lassen sich in zwölf Kategorien einstellen und über Postleitzahl, Umkreis, Preis und Zeitraum finden. Die Absprache läuft im Chat, ohne dass jemand seine Telefonnummer herausgeben muss. Der Betrag wird bei der Zusage reserviert und erst freigegeben, wenn der Auftrag erledigt ist. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag bewerten sich beide Seiten. Dieselbe Anwendung gibt es als Website und als App für iOS und Android.
Somebuddy ist mit dem Start in Köln online: zwölf Kategorien von Umzug über Handwerk und Gartenarbeit bis Nachhilfe und Tierbetreuung, Inserate mit Umkreissuche, abgesicherte Zahlung und Bewertungen, die nur nach echten Aufträgen abgegeben werden können. Die Apps für iOS und Android sind veröffentlicht. Der Aufbau weiterer Städte – Düsseldorf, Bonn und Essen sind vorbereitet – ist im Produkt bereits angelegt und braucht keine neue Entwicklung.
Somebuddy verbindet Privatpersonen für Dienstleistungen: Wer Hilfe braucht, stellt einen Auftrag ein – Sofa tragen, Hecke schneiden, Nachhilfe in Mathe, Katze versorgen. Wer etwas gut kann, findet Aufträge in der eigenen Umgebung und verdient damit Geld. Zwölf Kategorien decken das ab, von Umzug & Transport über Handwerk, Garten, Reinigung, Technik und Montage bis zu Betreuung, Tierbetreuung, Nachhilfe, Kreativleistungen und Events.
Klassische Nachbarschaftshilfe scheitert genau an der Stelle, an der es konkret wird: Wann kommst du, was kostet es, wer zahlt wann? Somebuddy beantwortet das im Produkt statt in der Absprache – fester Preis vor der Zusage, Termin und Umfang im Chat, Zahlung erst nach Abschluss.
Ein Auftrag entsteht in wenigen Schritten: Kategorie wählen, beschreiben, Preis oder Verhandlungsbasis angeben, Ort setzen. Auf der Gegenseite steht die Suche: Postleitzahl eingeben, Umkreis zwischen einem und fünfzig Kilometern einstellen, nach Kategorie, Preisspanne und Zeitraum filtern.
Der Umkreis ist dabei nicht Kosmetik, sondern die zentrale Bedingung: Nachbarschaftshilfe funktioniert nur, wenn jemand tatsächlich in der Nähe ist. Die Suche ist deshalb so gebaut, dass sie zuerst Nähe berücksichtigt und erst danach sortiert – und dass ein leerer Umkreis ehrlich leer bleibt, statt Ergebnisse aus der nächsten Großstadt einzublenden.
Der heikelste Moment auf einem Marktplatz zwischen Privatpersonen ist der Übergang von „Interesse“ zu „abgemacht“. Vier Bausteine tragen ihn: Absprachen laufen im Chat der Plattform, sodass Telefonnummer und Adresse bei den Nutzern bleiben. Der Betrag wird bei der Zusage reserviert und erst nach Abschluss ausgezahlt – solange nichts bestätigt ist, ist das Geld weder weg noch beim Gegenüber. Wer möchte, weist sich per Ausweis aus und trägt ein sichtbares Abzeichen am Profil. Und bewerten kann nur, wer wirklich zusammengearbeitet hat: Eine Bewertung ohne Auftrag ist technisch nicht möglich.
Für die Zahlungsabwicklung ist Stripe angebunden, Kartendaten liegen dort und nicht auf den Servern der Plattform. Inserate, Profile und Nachrichten lassen sich melden; jede Meldung landet direkt beim Betreiber. Solche individuellen Softwarelösungen bauen wir dort, wo Standardsoftware die Abläufe nicht abbildet – und Treuhandzahlung plus Bewertungslogik gehört genau in diese Kategorie.
Ein Auftrag wird selten am Schreibtisch angenommen. Deshalb gibt es Somebuddy nicht nur im Browser, sondern auch als App für iPhone und Android – mit demselben Funktionsumfang: suchen, inserieren, chatten, zusagen, bezahlen, bewerten.
Möglich macht das eine gemeinsame Codebasis für alle drei Wege. Der praktische Unterschied zeigt sich nicht am Starttag, sondern danach: Eine neue Funktion wird einmal gebaut und liegt auf Website, iPhone und Android gleichzeitig vor. Für ein junges Produkt, das nach dem Start noch viel lernt, ist das der Unterschied zwischen wöchentlichen Verbesserungen und einem Backlog, der drei Plattformen hinterherläuft. Wie wir Apps entwickeln, zeigen wir dort im Detail.
Somebuddy startet bewusst nur in Köln. Ein Marktplatz mit zwei Inseraten pro Stadt hilft niemandem – deshalb wächst die Plattform Stadt für Stadt, wenn dort genug Menschen mitmachen. Düsseldorf, Bonn und Essen sind als Nächstes vorbereitet.
Im Produkt ist dieses Wachstum angelegt: Standorte sind Daten, keine Programmierarbeit. Eine neue Stadt freizuschalten ist eine Entscheidung des Betreibers und kein Entwicklungsauftrag. Genauso gehen wir an digitale Lösungen grundsätzlich heran – das, was sich im Betrieb ständig ändert, gehört in die Hand derer, die den Betrieb machen.
Somebuddy ist keine überarbeitete Bestandsanwendung, sondern komplett bei uns entstanden: Konzept, Oberfläche, Anwendung, Zahlungsabwicklung, Apps und alle Inhaltsseiten rund um Sicherheit, Kategorien und Ablauf. Auch die rechtlichen Seiten und der Hilfebereich gehören dazu – bei einer Plattform, auf der Fremde Geld austauschen, sind das keine Beiwerkseiten, sondern Teil des Produkts.
Wer eine eigene Plattform, einen Marktplatz oder ein Portal plant, findet in diesem Projekt den kompletten Weg abgebildet: von der ersten Skizze bis zum Produkt, das auf dem iPhone, auf Android und im Browser läuft.
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