Auf dieser Seite12 Abschnitte
- 01Die Herausforderung
- 02Unsere Lösung
- 03Die Umsetzung
- 04Das Ergebnis
- 05Streetwear mit Haltung: die Marke ENDLESSAMORE
- 06Redesign im laufenden Shop statt riskantem Neuaufbau
- 07Startseite: vom Aufmacher bis zur Kaufentscheidung
- 08Produktseiten: die Größenfrage vor dem Kauf beantworten
- 09Nicht verfügbar ist nicht verloren: Benachrichtigung zum Release
- 10Zuerst mobil gedacht
- 11Technologien
- 12Einblicke
Die Herausforderung
ENDLESSAMORE verkauft Streetwear mit klarer Haltung: Hoodies, Shirts und Pants mit Prints und Stickereien, dazu eine Community, die die Marke ernst nimmt. Der Shop wurde dieser Haltung nicht gerecht – das Design blieb hinter den Produktbildern zurück, die Startseite führte nicht in die Kollektionen, und auf den Produktseiten fehlte genau das, was beim Hoodie-Kauf zählt: welche Größe passt, wie fällt das Teil aus, was passiert, wenn das Wunschteil gerade nicht verfügbar ist. Dazu kam der Neustart der Marke, der auch im Shop sichtbar werden musste.
Unsere Lösung
Wir haben den Shop komplett neu gestaltet und dabei mehr getan als die Optik zu erneuern. Die Startseite führt jetzt vom Aufmacher über die aktuelle Kollektion zu den Produkten und schließt mit Kundenstimmen, Versand- und Rückgabeversprechen und den Fragen, die vor dem Kauf tatsächlich gestellt werden. Die Produktseiten wurden neu aufgebaut: große Produktdarstellung, klare Farb- und Größenauswahl, ein eigener Weg zur passenden Größe, und für Teile, die noch nicht draußen sind, eine Benachrichtigung zum Release.
Die Umsetzung
Umgesetzt wurde das Redesign im bestehenden Shop statt in einem neuen Aufbau – mit eigenen Sections für Startseite, Produktdarstellung und Kollektionsübersicht. Damit blieben Produkte, Bestellungen, Kundenkonten und Adressen unangetastet, der Verkauf lief während der gesamten Umsetzung weiter. Weil ein großer Teil der Zielgruppe über das Smartphone kauft, wurde jede Sektion zuerst für die mobile Ansicht entworfen und erst danach für den Desktop aufgezogen.
Das Ergebnis
ENDLESSAMORE hat heute einen Shop, der zur Marke passt: Die Startseite führt Besucher in die Kollektion statt sie abzusetzen, die Produktseiten beantworten die Größenfrage vor dem Kauf statt im Retourenprozess, und Teile, die noch nicht verfügbar sind, sammeln Interessenten ein, statt sie zu verlieren. Der Umbau lief ohne Unterbrechung des Verkaufs und ohne Datenverlust.
Streetwear mit Haltung: die Marke ENDLESSAMORE
ENDLESSAMORE ist eine deutsche Streetwear-Marke mit einem Satz als Programm: „Spread more love“. Die Kollektion besteht aus Hoodies, Shirts, Longsleeves und Pants – schwere Stoffe, gestickte und geprägte Schriftzüge, Aussagen wie „It's ok to be you“. Verkauft wird direkt an die eigene Community, die die Marke konsequent als „Family“ anspricht.
Für den Shop heißt das: Er muss diese Haltung tragen. Ein Standardlayout mit Produktraster hätte die Marke zu einem beliebigen Modeshop gemacht – und genau das war der Ausgangspunkt für das Redesign.
Redesign im laufenden Shop statt riskantem Neuaufbau
Bei einem Shop mit laufendem Umsatz ist ein kompletter Neuaufbau ein unnötiges Risiko: verlorene Einstellungen, gebrochene Adressen, Ausfallzeit im schlechtesten Moment. Wir sind deshalb denselben Weg gegangen wie beim Shopify-Redesign für Harbour 2nd – das bestehende Theme von Grund auf überarbeitet und um eigene Sections ergänzt.
Das Ergebnis sieht aus wie ein Neuaufbau, hat aber keine seiner Risiken: Produkte, Bestellhistorie, Kundenkonten und Adressen blieben unberührt, der Shop lief durchgehend weiter. Für Shopify-Shops mit Bestandsumsatz ist das fast immer der bessere Weg.
Startseite: vom Aufmacher bis zur Kaufentscheidung
Die neue Startseite ist als Strecke gebaut, nicht als Sammlung von Blöcken. Oben der Aufmacher mit der aktuellen Kollektion, darunter die Markenerzählung, dann die Kundenstimmen aus echten Käufen, anschließend das Produktsortiment mit Preisen und Farbvarianten.
Darunter kommt, was die letzten Zweifel ausräumt: kostenloser Versand ab 100 Euro, 30 Tage Rückgabe, sicher bezahlen – und ein Fragenblock, der Versanddauer, Rückgabe, Größenwahl und Pflegehinweise direkt beantwortet. Das sind genau die vier Fragen, die sonst im Kundensupport landen oder zum Abbruch führen. Abgeschlossen wird die Seite mit der Anmeldung für den frühen Zugang zu neuen Drops.
Produktseiten: die Größenfrage vor dem Kauf beantworten
Auf der Produktseite entscheidet sich der Verkauf – und bei schweren Oberteilen entscheidet er sich an der Größe. Die Seite ist deshalb um diese eine Frage herum neu gebaut: große Produktdarstellung mit allen Ansichten, Größen als klar bedienbare Auswahl, und direkt unter dem Warenkorb-Button ein eigener Weg „Größe herausfinden“ statt einer Maßtabelle im Kleingedruckten. Jede so vermiedene Fehlgröße ist eine Retoure weniger – und eine Retoure ist im Modehandel der teuerste Ausgang eines Verkaufs.
Ausgetauscht wurde auch, was unter dem Kaufbereich steht. Vorher standen dort allgemeine Vorteile, die auf jedem Teil gleich lauteten – auf einem T-Shirt warb der Shop mit „dickes Material für mehr Wärme“. Heute stehen dort die Angaben, nach denen wirklich gefragt wird: Material und Stoffgewicht, Passform mit den Körpergrößen der Models als Anhaltspunkt, Produktion und Pflegehinweis. Wie wir an solche Punkte im Kaufweg herangehen, steht unter Conversion-Optimierung.
Nicht verfügbar ist nicht verloren: Benachrichtigung zum Release
Streetwear lebt von Drops, und ein Drop bedeutet: Das gesuchte Teil ist gerade nicht da. Genau an dieser Stelle verliert ein Shop normalerweise den Kunden – die Seite sagt „ausverkauft“, und der Besuch endet.
Wir haben deshalb eine Release-Benachrichtigung eingebaut: Wer sich für ein Teil interessiert, das noch nicht draußen ist, hinterlässt E-Mail-Adresse oder Handynummer und wird zum Start informiert. Aus einer Absage wird damit eine Vormerkung – und aus der Vormerkliste wird die Nachfrage für den nächsten Drop sichtbar, bevor er produziert ist.
Zuerst mobil gedacht
Streetwear wird auf dem Smartphone gekauft, oft direkt aus Social Media heraus. Jede Sektion des neuen Shops wurde deshalb zuerst für die mobile Ansicht entworfen: Ankündigungsleiste, Navigation, Produktdarstellung, Größenauswahl und Kaufknopf müssen mit einem Daumen bedienbar sein und ohne Zoom lesbar bleiben.
Der Desktop-Auftritt entsteht danach aus derselben Struktur, nicht umgekehrt. In der Galerie unten zeigen die Vorher-Nachher-Bilder von Startseite und Produktseite, wie sich das im Ergebnis auswirkt.

